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Kontrolle außer Kontrolle. Genealogische Betrachtungen zum Konzept der Essstörungen

Corinna Schmechel

Abstract


Zusammenfassung

Der Beitrag betrachtet Anrufungen zur „richtigen“ Ernährung als Element einer „Körperführungsethik“, welche mit Fokus auf die darin enthaltenen Problematisierungsweisen genealogisch verortet werden. Konkret widme ich mich den Problematisierungsweisen von Ernährungspraktiken, welche heute als „Magersucht“ gefasst werden. Neben unzähligen Au orderungen, den „inneren Schweinehund“ und mit ihm die vielfältigen sogenannten „Problemzonen“ zu bekämpfen, gibt es viele Warnungen vor der wachsenden Zahl von „Essstörungen“ bei denen der Kampf gegen die Problemzone Körper außer Kontrolle geraten ist. Stützend auf einer Analyse populärer Medienerzeugnisse über problematisierte Körperpraktiken wird gezeigt, was die konkreten Modi der Problematisierung über die dahinterliegenden Subjektnormen aussagen und welche genderbezogenen Implikationen hierin enthalten sind.

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Bibliographie: Schmechel, Corinna: Kontrolle außer Kontrolle. Genealogische Betrachtungen zum Konzept der Essstörungen, Soziologiemagazin, 1-2017, S. 55-72. https://doi.org/10.3224/soz.v10i1.28500

Literaturhinweise



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