Open Access Freier Zugang (Open Access)  Eingeschränkter Zugriff Zugang für Abonnent/innen oder durch Zahlung einer Gebühr

Väter als Adressaten in Frühen Hilfen? Über die Konstruktion von Väterlichkeit im professionellen Handeln von Familienhebammen

Lisa Maria Groß

Abstract


Leseprobe

-----

Zusammenfassung

Familienhebammen bewegen sich im Handlungsfeld der Frühen Hilfen und agieren dort im Schnittfeld zwischen Gesundheitsförderung und Kinder- und Jugendhilfe. Anders als originäre Hebammen sollen Familienhebammen die gesamte Familie, das heißt alle primären Bezugspersonen, im Blick haben. In Interviews mit Familienhebammen und ethnographischen Beobachtungsprotokollen von Hausbesuchen zeigt sich allerdings eine Mütterorientierung im professionellen Handeln von Familienhebammen, die zu einer sekundären Adressierung der Väter hinsichtlich innerfamilialer Sorgetätigkeiten (Care) bis hin zur Exklusion väterlicher Fürsorge aus dem Binnenraum der Familie führt.

Schlagwörter: Familienhebammen, Frühe Hilfen, Väter als Adressaten

-----

Fathers as addressees in fields of early intervention? The construction of fathering in the professional work by Family Midwifes

Abstract

In Germany Family Midwifes act in the field of early intervention and operate between healthcare and child and youth care. Contrary to ordinary midwifes, they aim to focus on the family as a whole system, which seems to be quite a challenge. The secondary analysis of interviews with Family Midwifes and ethnographic data refering to house calls of Family Midwifes show two results: (1) Family Midwifes primarily address mothers as caregivers rather than fathers. (2) If fathers are addressed this happens in different ways (e.g. fathers as a secondary reference person, invisible fathers).

Keywords: Family Midwifes, early intervention, Fathers as addressees of Family Midwifes

-----

Bibliographie: Groß, Lisa Maria: Väter als Adressaten in Frühen Hilfen? Über die Konstruktion von Väterlichkeit im professionellen Handeln von Familienhebammen, Diskurs Kindheits- und Jugendforschung, 3-2017, S. 329-341.
https://doi.org/10.3224/diskurs.v12i3.05


Literaturhinweise



Volltext: PDF