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Die Planung des Unplanbaren – Zur Wirklichkeit von Stadt- und Regionalplanung zwischen Utopie und Ohnmacht

Thorsten Wiechmann

Abstract


Zusammenfassung

Was kann die deutsche Planungspraxis zur Lösung komplexer gesellschaftlicher Probleme in Städten und Regionen überhaupt noch leisten? Wie groß ist die Kluft zwischen planerischen Utopien und der alltäglichen Erfahrung von planerischer Ohnmacht? Es ist offensichtlich, dass sich komplexe soziale Systeme nur zu einem kleinen Teil absichtsvoll planen lassen. Der Beitrag behandelt diese Problematik aus Sicht der Strategieforschung, die die Emergenz von Strategien in planerische Überlegungen einbezieht und so das Spektrum planerischer Handlungsoptionen öffnet. Planung muss danach in eine umfassendere Strategieentwicklung eingebettet werden, die emergente Entscheidungsprozesse und informale Handlungsregeln berücksichtigt. Die Frage von Macht und Ohnmacht in Planungsprozessen wird darüber hinaus auch vor dem Hintergrund von Überlegungen zur politischen Ökonomie von Planung behandelt. Ziel ist es, den mitunter unrealistischen Erwartungen an Stadt- und Regionalplanung lebensnähere Annahmen gegenüber zu stellen und damit auch Antworten auf die Frage zu geben, woran der Erfolg von Planung gemessen werden sollte.


Literaturhinweise



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