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Kulturwissenschaftliche Stadtforschung oder: Die Urbanisierung der Urbanität. Prolegomena zur Reformulierung eines Konzepts

Thomas Hengartner

Abstract


Zusammenfassung

Das Konzept „Urbanität“ – als Verhaltensdispositiv, das städtische Daseinsformen modelliert und als Rahmen innerhalb dessen städtisches Leben interpretiert wird – ist in seinen Grundzügen vor dem Hintergrund des Modernisierungs-, Industrialisierungs- und Urbanisierungsprozesses im Umfeld der vorletzten Jahrhundertwende formuliert worden. Bis heute wirken solche Ansätze (etwa hinsichtlich der Bedeutung des Faktors Dichte oder der Laborfunktion von Städten) im Denken über (westliche) Städte oft unausgesprochen nach. Der Vorschlag, über eine neue Urbanität, oder anders: über die Urbanisierung der Urbanität nachzudenken, geht davon aus, dass diese zweite Urbanisierung keine lineare und ungebrochene Fortschreibung und -setzung der vorangehenden ist, sondern auch auf Offenheiten, Brüchen, Vermengungen und Verhandlungen abhebt. Diskutiert werden u.a. Vorschläge zur Integration des Bourdieuschen Habituskonzepts in Urbanitätsvorstellungen, die Bedeutung situativ, performativer Verhandlungen für die Planung von Stadt, eine Neubewertung des Faktors Dichte, die Verflochtenheiten zwischen Planung und Bricolage und nicht zuletzt auch die politische Dimension von (Stadt-)Planung.


Literaturhinweise



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