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Beikost als komplizierte Angelegenheit. Erwartete Risiken bei der Umstellung auf feste Kost und daran gebundene Verantwortlichkeiten beim Elternpaar

Judith Pape

Abstract


Zusammenfassung

Der Artikel behandelt die Gestaltung der Übergangsphase von Milchernährung zu fester Kost und in diesem Kontext aktualisierte Geschlechter- und Rollenbilder innerhalb der Familie. Ausgangsfrage ist, welche normativen Anforderungen an Eltern bei der Ablösung der Stillernährung durch feste Kost entstehen oder fortgeschrieben werden. Datengrundlage bilden teilnehmende Beobachtungen in unterschiedlichen Bildungsangeboten eines Familienzentrums. Der Fokus der Analyse liegt auf den bei der Beikosteinführung erwarteten Risiken, die dem Bild der als sicher angesehenen Stillernährung gegenübergestellt werden. Der Artikel zeigt, dass von Eltern und Mitarbeiter_innen des Familienzentrums bei der Beikosteinführung viele unterschiedliche Risiken für das Kind erwartet werden. Der Artikel fragt nach den Strategien, die angewandt werden, um diese Risiken zu minimieren. Er zeigt, wie Beikosteinführung dabei im Setting von Familienbildung als anspruchsvolle Aufgabe entworfen wird und untersucht, wem diese Aufgabe zugewiesen wird und mit welchen Mutter- und Vaterschaftskonstruktionen diese Verantwortungsübernahme begründet wird.

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Bibliographie: Pape, Judith: Beikost als komplizierte Angelegenheit. Erwartete Risiken bei der Umstellung auf feste Kost und daran gebundene Verantwortlichkeiten beim Elternpaar, Soziologiemagazin, 1-2017, S. 35-52. https://doi.org/10.3224/soz.v10i1.28499

Literaturhinweise



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