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Sinn und Ordnung. Biographien als Deutungsmuster im Diskurs

Ina Alber

Abstract


Zusammenfassung

Biographien als soziale Ordnungsmuster erfüllen individuell und kollektiv eine sinnstiftende Funktion. Moderne Verwaltungen als Instrumente der Herrschaftslegitimation formulieren und dokumentieren biographische Daten, die sowohl zur Ordnung des Sozialen als auch als Grundlage für rekonstruktive Sozialforschung dienen. Das soziale Konstrukt Biographie liefert ein Analyseinstrument, um Deutungs- und Handlungsmuster sowie deren individuelle biographische Artikulation zu untersuchen. Je nachdem, welche Datengrundlagen für die sozialwissenschaftliche Rekonstruktion von Biographien genutzt werden, verweisen diese auf unterschiedliche Diskurse. Wie können die jeweils spezifischen sozio-historischen und diskursiven Kontexte der Datenproduktion für die Analyse berücksichtigt werden? In diesem methodologischen Beitrag wird Triangulation als Möglichkeit zur Rekonstruktion von sozialen Phänomenen diskutiert. Das Argument lautet, dass zur Erfassung der Komplexität von Biographien nicht die Kongruenz von Daten das Analyseziel sein kann, sondern dass gerade die Brüche und möglichen Widersprüche Aufschluss über das soziale Ordnungsmuster Biographie geben können.

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Bibliographie: Alber, Ina: Sinn und Ordnung. Biographien als Deutungsmuster im Diskurs, BIOS, 1-2016, S. 14-27. https://doi.org/10.3224/bios.v29i1.02


Literaturhinweise



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