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„Peer Violence“ und Schutzkonzepte. Gewalt im Kontext der Jugendarbeit aus der Sicht von Jugendlichen

Benjamin Strahl, Wolfgang Schröer, Mechthild Wolff

Abstract


Leseprobe

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Zusammenfassung

Die „Pädagogik der Kinder- und Jugendarbeit“ (Cloos/Köngeter/Müller/Thole 2009) lautet der Titel einer der einschlägigsten empirischen Studien in diesem Feld der vergangenen Jahre. Doch wie gut kennt die Diskussion um Schutzkonzepte in der Kinder- und Jugendarbeit die Jugendlichen der Kinder- und Jugendarbeit? Der vorliegende Beitrag geht davon aus, dass gerade in der Diskussion um „peer violence“ in der Kinder- und Jugendarbeit eine grundlegende Auseinandersetzung mit den Positionierungen von Jugendlichen gegenüber sexualisierten Übergriffen notwendig ist. Es werden einige Befunde aus dem Projekt „Safer Places“ präsentiert, in dem Jugendliche im Kontext der Jugendarbeit befragt wurden, wie sie sexualisierte Übergriffe wahrnehmen. Die fachliche Basis der Pädagogik der Kinder- und Jugendarbeit fokussiert Ansätze der Selbstbestimmung und Selbstorganisation von jungen Menschen. Vor diesem Hintergrund wird abschließend entsprechend begründet, dass Schutzkonzepte in diesem Feld darauf angewiesen sind, sich immer wieder neu mit dem Jugendbild, jugendkulturellen Positionierungen und Sexualitäten in diesem Lebensalter auseinanderzusetzen.

Schlagwörter: Offene Jugendarbeit, Peer Violence, grenzverletzendes Verhalten, Selbstbestimmung, Selbstorganisation

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“Peer Violence” and Organizational Concepts for Safety. Violence in the Open Youth Work from the Perspective of Young People

Abstract

„Education in Open Youth Work“ (Cloos/Köngeter/Müller/Thole 2009) is the title of one of the most relevant empirical studies in this field over the past years. But how well informed is the discourse on organizational concepts for safety in Open Youth Work about the viewpoints of children and youth? The following article emphasizes the need for a fundamental debate about the different views of young people on sexually motivated assaults. Empirical results which were raised in the project “Safer Places” are presented, where young people in Open Youth Work were questioned how they perceive sexually motivated assaults in this context. The professional basis for an education within Open Youth Work focusses approaches of self-determination and self-management of young people. Against this background it is finally argued that organizational concepts for safety in this field rely on a constant reflection of images and positions concerning youth and youth cultures as well as sexualities in this phase of life.

Keywords: Open Youth Work, peer violence, violating personal boundaries, self-determination, selfmanagement

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Bibliographie: Strahl, Benjamin/Schröer, Wolfgang/Wolff, Mechthild: „Peer Violence“ und Schutzkonzepte. Gewalt im Kontext der Jugendarbeit aus der Sicht von Jugendlichen, Diskurs Kindheits- und Jugendforschung, 3-2017, S. 277-292. https://doi.org/10.3224/diskurs.v12i3.02


Literaturhinweise



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