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Emotionen, Behavioral Finance und Animal Spirits. Konventionelle Wirtschaftstheorie oder Chance für eine kritische Analyse des Finanzmarkts

Julius Brandi

Abstract


Zusammenfassung

Die Wirtschaftswissenschaften haben zunehmendes Interesse an nicht-ökonomischen Motiven gezeigt. Behavioral Finance verwendet diese Erkenntnisse, um die Funktionsweise von Finanzmärkten besser erklären zu können. Aber auch der Ökonom John Maynard Keynes machte auf die bedeutsame Rolle von Emotionen für die Praxis der Finanzmärkte aufmerksam. Jedoch lassen sich Emotionen und wirtschaftliches Handeln theoretisch nicht ohne Weiteres miteinander verbinden. Über das Verhältnis von Rationalität und Emotionen soll aus einer emotionssoziologischen Sicht dargelegt werden, unter welchen Voraussetzungen diese Integration im Post-Keynesianismus und in der Behavioral- Finance-Theorie möglich ist. Für eine interdisziplinäre Forschung wird deutlich, dass dies dem verhaltensorientierten Modell entweder nur mit einer Reduzierung von Unsicherheit auf technische Problemlösungen gelingen kann oder durch eine Marginalisierung von sozialen Emotionen als irrationale Phänomene. Diese Beschränkungen lassen sich mit dem Post-Keynesianismus umgehen.

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Bibliographie: Brandi, Julius: Emotionen, Behavioral Finance und Animal Spirits. Konventionelle Wirtschaftstheorie oder Chance für eine kritische Analyse des Finanzmarkts, Soziologiemagazin, 2-2014, S. 47-66.
https://doi.org/10.3224/soz.v7i2.17014

Literaturhinweise



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