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Das Empfinden der Anderen. Über emotionale Pflichterfüllung und Externalisierung von Gefühlen

Harald Lehner

Abstract


Zusammenfassung

Eines der bisher in der (Emotions-)Soziologie vernachlässigten Phänomene stellt die Möglichkeit zur Externalisierung von Emotionen durch Individuen dar. Wie sich theoretisch zeigen lässt, erfordern spezifische Situationen das Zeigen von Gefühlen, als eine Art soziokulturelles Gebot oder auch Pflicht zur Aufrechterhaltung der sozialen Normalität bzw. zur Verhinderung von Anomalien im symbolischen Raum. Diese Pflicht kann und wird an Dritte delegiert. Somit sind Emotionen unter bestimmten Gegebenheiten nicht (nur) als eine sehr intime, persönliche Erfahrung zu definieren, sondern als symbolisch auferlegte Pflicht, die in der Regel unbewusst und unhinterfragt durch eine Externalisierung bzw. Pflichtübergabe erfüllt werden kann. Dieser Beitrag versucht – da sich zu dieser spezifischen Thematik nur wenig in einschlägiger soziologischer Literatur finden lässt – eine theoretische Einführung in das Phänomen und eine erste Konzeptionierung für eine soziologische Nutzbarmachung.

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Bibliographie: Lehner, Harald: Das Empfinden der Anderen. Über emotionale Pflichterfüllung und Externalisierung von Gefühlen, Soziologiemagazin, 2-2014, S. 84-96. https://doi.org/10.3224/soz.v7i2.17016


Literaturhinweise



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