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Zum Subjekt der Arbeit geformt. Die Universität als Zentralort der Selbst-Vergesellschaftung

Claas Pollmanns

Abstract


Zusammenfassung

In diesem Beitrag wird der Frage nachgegangen, inwieweit die Bologna-Reform die passende Antwort auf veränderte Bedingungen des Arbeitsmarkts der Gegenwartsmoderne ist. Dabei wird von der Gegenwartsmoderne als Wissensgesellschaft ausgegangen. Der Artikel liefert einen Überblick zum Wandel der universitären Ausbildungsstrukturen und stellt mit der Aufarbeitung der Bologna-Reform die Employability als oberstes Ziel der Reform heraus, was weitreichende Folgen für das Subjekt hat. Die dem Employabilitykonzept innewohnende Arbeit am Selbst lässt dabei den Bezug zu Foucaults Gouvernementalitätstheorie zu. Mit diesem Theorierahmen ist es möglich, Techniken der Selbstführung in der Universitätsausbildung zu identifizieren. Als Schlüsselkompetenzen können diese Techniken, die das Subjekt für die ökonomische Verwertung in der Wissensgesellschaft vorbereiten, im universitären Lehrkanon wiedergefunden werden.

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Bibliographie: Pollmanns, Claas: Zum Subjekt der Arbeit geformt. Die Universität als Zentralort der Selbst-Vergesellschaftung, Soziologiemagazin, 2-2015, S. 39-54. https://doi.org/10.3224/soz.v8i2.21553


Literaturhinweise



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