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Über die Konsequenzenlosigkeit der Soziologie

Thorn-R. Kray

Abstract


Zusammenfassung

Ist die Soziologie als Wissenschaft gesellschaftlich konsequenzenlos? Mit dieser polemisch gestellten Frage zeigt der Beitrag die Wurzeln jener selbstkritischen Intuition. Sofern diese tiefer zurückreichen, werden in einem nächsten Schritt die Theorie-Praxis-Debatte (in Deutschland mit einem Höhepunkt in den 1980er Jahren) aufgerufen und einige ihrer Argumente nachvollzogen. Entscheidende Stichworte bilden in diesem Kontext Sozialtechnologie und soziologische Aufklärung. Was in der Debatte jedoch zu kurz kommt, ist eine komparative Perspektive, ohne die die These der Konsequenzenlosigkeit kaum verstanden werden kann. Deswegen entwickelt der Essay den Kontrast zwischen Sozial- und Kulturwissenschaften sowie den Naturwissenschaften. Betont werden die Unterschiede zwischen Regeln und Gesetzen, multi- und uniparadigmatischer Theorielandschaft, natural und interactive kinds sowie das Kriterium der Technologie. Der Beitrag schließt mit drei Vorschlägen zur Erhöhung der Konsequenzenhaftigkeit der Soziologie. Sie betreffen das System der Lehre, die Sprache der Soziologie und die Figur des Intellektuellen.

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Bibliographie: Kray, Thorn-R.: Über die Konsequenzenlosigkeit der Soziologie, Soziologiemagazin, 1-2015, S. 5-21. https://doi.org/10.3224/soz.v8i1.19012

Literaturhinweise



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