„Als Nationalsozialist tat ich jederzeit unter schwersten persönlichen Opfern meine Pflicht“. Autobiographische Erzählung eines Rückwanderers aus Brasilien im institutionellen Kontext

Méri Frotscher

Abstract


Zusammenfassung

Autobiographien sind geeignet, die Beziehung zwischen Politik und Migration aufzuzeigen. Dazu wird in diesem Artikel die Fallstudie eines Rückwanderers aus Brasilien ins nationalsozialistische Deutschland herangezogen. Es wird dessen personenbezogene Akte des Rückwandereramts (RWA) verwendet, die neben seinem Lebenslauf auch andere Schriftstücke des Amtes enthält. Durch die Analyse des Lebenslaufs und anderer Selbstzeugnisse dieses Rückwanderers wird die Problematik der Selbstdarstellung im institutionellen Kontext des nationalsozialistischen Regimes behandelt. Außerdem gibt diese Fallstudie – unter Einbeziehung weiterer Aktenbestände zum Rückwandereramt – Einblicke in diese bisher kaum beschriebene Institution, die damals eigens wegen der Rückwanderer gegründet wurde. Ebenso wird die Rückwanderung als bisher kaum beachtete Migrationsströmung im nationalsozialistischen Kontext thematisiert.

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Bibliographie: Frotscher, Méri: „Als Nationalsozialist tat ich jederzeit unter schwersten persönlichen Opfern meine Pflicht“. Autobiographische Erzählung eines Rückwanderers aus Brasilien im institutionellen Kontext, BIOS, 1-2013, S. 129-143. http://dx.doi.org/10.3224/bios.v26i1.16899


Literaturhinweise