Hans Suréns Karriere als „Körperkulturführer“ in der Weimarer Republik und im „Dritten Reich“

Roman Mürkens

Abstract


Zusammenfassung

Die Studie beschäftigt sich mit der Karriere von Hans Surén und seinem Gymnastik-system, das in den 1920er und 30er Jahren sehr populär war. Surén und seine Sport-offiziere initiierten nach dem Ersten Weltkrieg eine Reform der Leibesübungen bei der Reichswehr. Im Anschluss daran konzentrierte er sich auf seine zivile Karriere als freier Sportschriftsteller. Bis 1932 beeinflusste er zahlreiche FKK-Vereine unter-schiedlichster Couleur, aber auch die paramilitärische Volkssport-Organisation. Ab 1932 engagierte er sich im nationalsozialistischen Arbeitsdienst. Dort führte er nicht nur die Präsentation des Deutschen Grußes bei Marschformationen ein, sondern präg-te wegweisend die Leibeserziehung. Nach seinem Parteiausschluss im Jahre 1942 gerieten er und seine Deutsche Gymnastik weitgehend in Vergessenheit. Bis heute wird Surén in der Forschungsliteratur als ein, wenn auch bekannter, Nebendarsteller rezipiert, wohingegen ihn die vorliegende Studie als einen „Körperkulturführer“, als den er sich selbst – nicht ganz zu Unrecht – sah, identifiziert.

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Bibliographie: Mürkens, Roman: „Körperkulturführer“ in der Weimarer Republik und im „Dritten Reich“, BIOS, 1+2-2014, S. 242-261. https://doi.org/10.3224/bios.v27i1-2.22129


Literaturhinweise



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