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Lebewesen oder Marktmasse? Tierseuchen und die Kontroverse über ihre Folgen

Dominik Asef

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Abstract


Aus dem Text

Will man die Debatte nachvollziehen, in die sich Politiker wie Philosophen, Kirchenvertreter wie Journalisten einbringen, so muss man zunächst einige Trennungslinien ziehen: Zum einen ist zu unterscheiden zwischen Schlachtungen mit dem Ziel der Seuchenbekämpfung und solchen, die unter dem Stichwort „Marktbereinigung“ ablaufen. Zum anderen ist zu trennen zwischen verschiedenen Argumentationsebenen: Die Frage, ob für den Kampf gegen die Ausbreitung der Krankheit die Tötung der ganzen Herde notwendig ist, in der ein krankes Tier aufgefallen ist, oder ob man mit der Tötung gleichaltriger und verwandter Tiere, der so genannten Kohortenkeulung, der Sicherheit Genüge tut, wird in erster Linie auf medizinischer Ebene diskutiert. Dagegen vollzieht sich die Kontroverse über die von der Europäischen Union (EU) verfügte Vernichtung von Hunderttausenden Rindern einerseits auf wirtschaftspolitischer, andererseits auf ethischer Ebene.

Schlagwörter: Gesundheit, Tierschutz, EU, Landwirtschaft


Literaturhinweise