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Zwischen Rebellion und Resilienz: Eine Zwischenbilanz des Arabischen Frühlings

Alexander Niedermeier, Johanna Scholz

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Abstract


Zusammenfassung

Im Namen von Freiheit und Würde haben in Tunesien und Ägypten die Bevölkerungen ihre Despoten gestürzt. Die Bürger weiterer arabischer Staaten folgten dem Aufruf zu Protest und Rebellion gegen die bestehenden Verhältnisse. Drei Jahre nachdem der arabische Frühling in Tunesien seinen Anfang nahm, zeigt sich, dass diese „Revolution der Werte“ in den einzelnen Ländern des Nahen Ostens und Nordafrikas einen sehr unterschiedlichen Verlauf nimmt: Während in Tunesien und Ägypten ein gesellschaftlicher Transformationsprozess in Gang gesetzt wurde, sehen sich andere Länder wie beispielsweise Syrien mit Zerfall und Bürgerkrieg konfrontiert. In den arabischen Monarchien kam es zwar zu Protesten, diese führten jedoch nicht zu einem tiefgreifenden Umsturz. Ist damit das „Märchen des arabischen Frühlings“ – wie es der Islamwissenschaftler Gilles Keppel nannte – etwa bereits vorbei?

Schlagwörter: Arabischer Frühling, Naher Osten, Ägypten, Tunesien, Syrien


Literaturhinweise