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Solides Wirtschaftswissen bei Schülern – Fehlanzeige in Deutschland?

Hans Joachim Klein

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Abstract


Aus dem Text

Die Zielsetzung der in diesem Beitrag geschilderten Studie zum Thema Wirtschaftswissen von Jugendlichen gilt einer differenzierten Bestandsaufnahme der Wissens- und Einstellungsstrukturen zu ökonomischen Sachverhalten und Zusammenhängen. In einem heterogenen, weil föderativen Bildungssystem bedeutet das, landeseinheitliche Regelungen von Schultypen und Lehrplänen zugrunde zu legen. Bei der Bestimmung eines Untersuchungsraumes, z.B. des Landes Baden-Württemberg, schlägt sich dies in den dort und zum Teil nur dort gegebenen Konfigurationen von Schulvarianten nieder, also etwa im weitgehenden Fehlen von Gesamtschulen, aber einem breiten Spektrum von Technischen-, Wirtschafts-, Agrarwissenschaftlichen, Ernährungswissenschaftlichen und Allgemeinbildenden Gymnasien als spezifischem Bildungsangebot. Denn „Ökonomie“ wird in deren Lehrplänen mit unterschiedlichen Akzenten, Intensitäten und Kontexten vermittelt, wie etwa das Beispiel fakultativer Vertiefung eines Leistungskurs-Angebots „Gemeinschaftskunde“ an Allgemeinbildenden Gymnasien zeigen wird. In ähnlicher Breite müsste das gesamte Schulspektrum anderer Bundesländer repräsentativ einbezogen werden, wenn die Option eingelöst werden sollte, ländervergleichende Aussagen über das bessere oder schlechtere Wirtschaftswissen hessischer, bayrischer oder anderer Jugendlicher zu treffen.

Schlagwörter: Schule, Ökonomische Bildung, Empirische Studie, Wissen


Literaturhinweise