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Durch gemeinschaftliche Organisation Sicherheit aufbauen. Der Fall der Policía Comunitaria in Guerrero, Mexiko

Daniele Fini

Abstract


Leseprobe

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Zusammenfassung

In vielen Ländern der nachholenden Industrialisierung finden die meisten, die die Landwirtschaft verlassen, keine „gute Arbeit“ (Nachhaltigkeitsziel Nr. 8). Die Erklärungen zu der geringen Absorptionskraft vom verarbeitenden Gewerbe und produktiven Dienstleistungen reichen von überregulierten Arbeitsmärkten bis hin zur kapitalistischen Globalisierung. Mein Beitrag sucht eine Erklärung im Vergleich der Bedingungen, die unter den frühen Industrialisierern vorherrschten, mit denen der heutigen Länder der nachholenden Industrialisierung. Dabei gehe ich vor allem auf Ghana und Indien ein. Zu den Unterschieden zählen der stärkere demographische Druck aufgrund der deutlich rascheren Zunahme der Lebenserwartung, die Beschränkung der Auswanderung, das Produktivitätsgefälle zum Globalen Norden sowie zu den erfolgreichen, in ihrer Zahl begrenzten Spätindustrialisierer sowie die Zwänge der neoliberalen Globalisierung, die industriepolitische Strategien einschränken. Letztere Strategien werden zudem von einer bisher wenig beachteten Dimension des kolonialen Erbes, nämlich den Folgen der Sklaverei auf die staatliche Handlungsfähigkeit der Ursprungsländer der Sklaven und Sklavinnen, erschwert.

Schlagwörter: Unterbeschäftigung, nachholende Industrialisierung, Globaler Süden

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Community Based Organizing as Security Building Practice. The Case of the Policía Comunitaria in Guerrero, Mexico

Abstract

Since 1995, in the state of Guerrero, Mexico, a community system of security, justice, and re-education has been in operation. Articulated at the regional level, this security system integrates several dozen rural, largely indigenous communities in a self-managed and autonomous way. In 2006, the federal government of Mexico implemented the “war on drugs”, leading to an increase in violence. In this context, community defence has become increasingly important, leading to the emergence of several community defence groups in different regions of the country. This article explains the emergence of past and present community defence groups in Mexico through an analysis of the relationship between violence and reconfigurations in the capitalist economy. Through focusing on the community police, the paper reflects on the potential of collective practices to produce community safety, and on the emergence of defensive groups in urban and non-indigenous localities, creating new forms of community-based organisation.

Keywords: under-employment, late industrializers, Global South


Literaturhinweise



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