Biografische Wendepunkte als Brückenkonzept zwischen erlebten, erzählten und verschwiegenen Umbrüchen in Lebensgeschichten und Gesellschaft
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Abstract
Der Beitrag geht davon aus, dass „biografische Wendepunkte“ als Brückenkonzept zwischen individuellen und gesellschaftlichen Umbrüchen genutzt werden können. In dem Sinne wird auf methodischer und empirischer Ebene erkundet, wo und wie in lebensgeschichtlichem Material Wendepunkte aufscheinen, um anschließend in der Diskussion aufzugreifen, wann (und wann nicht) Biograf*innen eine Verbindung zwischen den Wendepunkten ihres Lebens und gesellschaftlichen Umbrüchen herstellen, was es für das Konzept bedeutet, wenn Wendepunkte eingebettet in kollektiv tradierte Umbrüche und Unsicherheiten auftreten und was die (De-)Thematisierung von Wendepunkten für die Bewältigung von Umbrüchen auf gesellschaftlicher Ebene bedeutet. Schlussendlich wird resümiert, unter welchen methodischen Bedingungen das Konzept der Wendepunkte als Mittel der Krisendiagnose herangezogen werden kann.
Bibliographie: Lütgens, Jessica: Biografische Wendepunkte als Brückenkonzept zwischen erlebten, erzählten und verschwiegenen Umbrüchen in Lebensgeschichten und Gesellschaft, ZQF – Zeitschrift für Qualitative Forschung, 1-2026, S. 15-28.
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