„Vielleicht kommt ja noch eine Zukunft, die schön ist“. Biografische Krisen in Migration, Bildung und Mitbestimmung

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Milena Prekodravac

Abstract

Der Beitrag betrachtet biografische Krisenerfahrungen und Transformationen aus Projekten mit Fokus auf Zugewanderte in Bildungsprogrammen sowie von Betriebsratsvorsitzenden. Beide Perspektiven bewegen sich in Spannungsfeldern gesellschaftlicher und institutioneller Erwartungen, die mit Unsicherheiten und Herausforderungen verbunden sind. Qualifizierte Zugewanderte gestalten ihre Bildungsteilnahme als Reaktion auf Abwertungserfahrungen und die Nichtanerkennung ihrer Qualifikationen. Betriebsratsvorsitzende kämpfen dagegen mit den Folgen wirtschaftlicher Umbrüche und technologischer Transformationen, um die Interessen der Belegschaft zu wahren. Zugehörigkeit und Anerkennung stehen im Zentrum der Krisenbeschreibungen beider Biografinnen, wenn auch in unterschiedlicher Weise. Zugewanderte streben Stabilität und Zugang zum Arbeitsmarkt durch Bildung an, während Betriebsräte Solidarität und Mitbestimmung als Hebel für eine gerechtere Arbeitswelt nutzen. Als Handelnde gestalten sie Wandel, der sowohl ihre Lebens- als auch ihre Arbeitsbedingungen betrifft. Biografisch-narrative Interviews helfen dabei, diese subjektiven Perspektiven einzufangen und strukturelle Zusammenhänge zu beleuchten. Dabei wird reflektiert, wie diese unterschiedlichen Lebensgeschichten gemeinsame Fragen nach Teilhabe und Anerkennung aufwerfen können.

Schlagwörter: Migration, Mitbestimmung, Biografieforschung

Bibliographie: Prekodravac, Milena: „Vielleicht kommt ja noch eine Zukunft, die schön ist“. Biografische Krisen in Migration, Bildung und Mitbestimmung, ZQF – Zeitschrift für Qualitative Forschung, 1-2026, S. 74-89.

Artikel-Details

Erscheinungsdatum: Juni 2026
Open Access ab: 18.06.2028
Open-Access-Lizenz: CC BY 4.0

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