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Das differenzierte Geschlechterverständnis der Antike

Heinz-Jürgen Voß

Abstract


Zusammenfassung

Im Beitrag werden die gesellschaftlichen Bedeutungen von Geschlecht in antiken Gesellschaften beschrieben und die differenzierten naturphilosophischen Geschlechtertheorien herausgearbeitet. Dabei wird die verbreitete Annahme – die auf Betrachtungen von Thomas Laqueur zurückgeht – zurückgewiesen, dass für diese Beschreibungen von einem homogenen Modell, sei es ein „Ein-“ oder ein „Zweigeschlechtermodell“, gesprochen werden kann. Es wird angeregt, Differenziertheit wahrzunehmen und ausgehend von dieser deutlich zu machen, dass auch naturphilosophische sowie biologische und medizinische Geschlechtertheorien als gesellschaftlich eingebunden und hergestellt betrachtet werden müssen.

Schlüsselwörter: Geschlecht, Antike, Naturphilosophie, Biologie, Medizin, Eingeschlechtermodell, Zweigeschlechtermodell

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The differentiated understanding of gender/sex in the ancient world.

Summary

The article describes the social importance of gender in ancient societies and elaborates the differentiated gender theories of natural philosophy. In doing so, it rejects the common suggestion, which traces back to views of Thomas Laqueur, that these descriptions show a homogeneous model, if “One-” or a “Two-Gender-Model”. It encourages a more differentiated perception that makes clear that gender theories of natural philosophy as well as biology and medicine, are embedded and constructed in certain social contexts.

Keywords: sex, gender, ancient natural philosophy, biology, medicine, one-gender-model, two-gender-model


Literaturhinweise



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