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Liebe – eine interdisziplinäre Annäherung aus Sicht der Genderforschung. Jahrestagung des Netzwerks Frauen- und Geschlechterforschung NRW am 14. November 2014 an der Universität Duisburg-Essen

Meike Penkwitt

Abstract


Zusammenfassung

Mit dem Thema „Liebe“ griff die Jahrestagung des Netzwerks Frauen- und Geschlechterforschung NRW einen Gegenstand auf, der traditionell dem Bereich des Privaten zugeordnet wird. Das Bewusstsein für dessen politische Dimension stellt jedoch eines der grundlegenden Paradigmen der neuen Frauenbewegung und der Geschlechterforschung dar. Die Vorträge beleuchteten die in heutigen Lebenswelten diskutierten Liebeskonzepte, Überlegungen zur Liebe als „heteronormativer Institution“, mittelalterliche Abschiedsdarstellungen, Diskurse der Frauenbewegung um 1900, Frauenfreundschaften im Kontext der Wende, die ‚neue Väterliteratur‘ sowie das Verhältnis von Liebe und Musik im 16. Jahrhundert. Eva Illouz fragte in ihrer Keynote nach den Auswirkungen der sexuellen Befreiung auf Männer und Frauen und deren Folgen für die romantische Liebe. Viele Vorträge dieser Tagung erweiterten den Blick auf die Liebe über das traditionelle Liebespaar hinaus.

Schlüsselwörter: Liebe, Sexualität, Partnerschaft, Gender, Frauenbewegung, feministische Theoriebildung

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Love – An Interdisciplinary Approach From the Point of View of Gender Research. Annual Conference of The Women’s and Gender Research Network NRW, 14 November 2014, University of Duisburg-Essen

Summary

The Annual Conference of The Women’s and Gender Research Network NRW addressed the topic of “love”, a subject which is traditionally assigned to the private sphere. However, the awareness of its political dimension is one of the fundamental paradigms of the New Women’s Movement and of contemporary Gender Studies. Amongst other topics the talks shed light on the concepts of love discussed in the context of our current life-worlds, refl ections on love as a “heteronormative institution”, medieval depictions of leave-taking, discourses of the women’s movement around 1900, female friendships in the context of the peaceful revolution in Germany in 1989, the new “literature about fathers”, as well as the relation between love and music in the 16th century. The keynote speaker was Eva Illouz. She raised the question of the impact of sexual liberation on women and men and its effects on romantic love. Many of the lectures given at the conference broadened the perspective on love beyond the traditional male-female couple.

Keywords: love, sexuality, relationships, gender, women’s movement, feminist theory

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Bibliographie: Penkwitt, Mike: Liebe – eine interdisziplinäre Annäherung aus Sicht der Genderforschung. Jahrestagung des Netzwerks Frauen- und Geschlechterforschung NRW am 14. November 2014 an der Universität Duisburg-Essen, GENDER, 2-2015, S. 152-157. https://doi.org/10.3224/gender.v7i2.19319


Literaturhinweise



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