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Das schlimmste Glück. Die fatale Liebesordnung der Geschlechter im zeitgenössischen Theatertext

Andrea Zimmermann

Abstract


Zusammenfassung

Die gegenwärtige Liebesordnung wird in zeitgenössischen Theatertexten meist als (scheiterndes) Anerkennungsverhältnis inszeniert. Der folgende Beitrag geht daher der Frage nach, ob und wie die romantische Liebesordnung Strukturen zur Verfügung stellt, die Anerkennung ermöglichen, oder inwiefern sie aufgrund verschiedener geschlechtlicher Existenzweisen einer möglichen Anerkennung gar im Wege steht. Unter Rückgriff auf feministische Theorien der Intersubjektivität wird mit dem Verhältnis der Mimesis das Modell eines Anerkennungsverhältnisses skizziert, das sowohl die Anerkennung einer gegenseitigen Verwiesenheit als auch die unhintergehbare Differenz de_r Anderen1 berücksichtigt.

Schlüsselwörter: Liebe, Anerkennung, Intersubjektivität, Feministische Psychoanalyse, Mimesis, zeitgenössisches Theater

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The worst kind of happiness. The fatal symbolic order of love and gender in contemporary drama

Summary

In contemporary drama “love” is predominantly performed as (failing) mutual recognition. This article explores the symbolic order of romantic love, paying attention to its paradoxical potential to either constitute or hinder recognition with special regard to gender relations and their modes of being. Referring to feminist theories, the play of mimesis is presented as an alternative mode of inter-subjectivity that allows for love as a shared state of entanglement with an Other as well as for recognition of the otherness of the Other.

Keywords: romantic love, recognition, inter-subjectivity, feminist psychoanalysis, mimesis, contemporary drama

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Bibliographie: Zimmermann, Andrea: Das schlimmste Glück. Die fatale Liebesordnung der Geschlechter im zeitgenössischen Theatertext, GENDER, 1-2016, S. 75-90. https://doi.org/10.3224/gender.v8i1.22202


Literaturhinweise



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