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Ambivalente Männlichkeitskonstruktionen von Vätern zwischen Erwerbsarbeit und Fürsorgearbeit

Bianca Prietl

Abstract


Zusammenfassung

Gesellschaftliche Männlichkeitsentwürfe befinden sich derzeit im Umbruch. Damit gewinnen auch neue Vorstellungen von Vaterschaft an Bedeutung. Vor diesem Hintergrund analysiert der Beitrag aus diskurstheoretischer Perspektive die Subjektposition des Vaters als Männlichkeitskonstruktion in Diskussionen rund um das Thema Väterkarenz. Dabei werden Ungleichzeitigkeiten und Widersprüchlichkeiten auf der Ebene des Diskursiven sichtbar, denen insbesondere mit Blick auf das Spannungsverhältnis von Erwerbsarbeit und väterlicher Fürsorgearbeit nachgegangen wird. Es wird vorgeschlagen, diese Disparitäten als Ambivalenz zu interpretieren und damit das Subjekt Vater als auf einer ambivalenten Männlichkeitskonstruktion basierend zu verstehen.

Schlüsselwörter: Väter, Männlichkeit, Erwerbsarbeit, Fürsorgearbeit, Diskurs

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Ambivalent masculinity constructions of fathers between work and fathering

Summary

New ideas on fatherhood and fathering are gaining relevance in the context of changes which social understandings of masculinity are currently undergoing. Based on these insights, this article analyzes the subject position of the father as a masculinity construction within discussions on fathers’ parental leave from a discourse theoretical perspective. The contrariness and ruptures which are uncovered at the discursive level are investigated by focusing on the symbolic tensions between gainful employment and fathering. It is argued that these disparities should be interpreted as ambivalence, with the subject of the father being based on an ambivalent masculinity construction.

Keywords: fathers, masculinity, work, fathering, discourse

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Bibliographie: Prietl, Bianca: Ambivalente Männlichkeitskonstruktionen von Vätern zwischen Erwerbsarbeit und Fürsorgearbeit, GENDER, 1-2016, S. 124-139. https://doi.org/10.3224/gender.v8i1.22205


Literaturhinweise



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