Anerkennungsverhältnisse unter Peers – Möglichkeiten der Selbstbezugnahme spielerisch aushandeln

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Hannah Nitschmann

Abstract

Der vorliegende Beitrag nimmt Anerkennungsverhältnisse unter Peers im inklusionsorientierten Grundschulunterricht in den Blick und geht insbesondere der Frage nach, wie Selbstverhältnisse unter Kindern in spielerischen Einsätzen ausgehandelt werden. Ausgehend von der inklusionspädagogischen Forderung nach ‚Anerkennung von Vielfalt‘ wird zunächst ein machtkritisches Verständnis von Anerkennung dargelegt und das Begehren nach Überschreitung differenter Subjektpositionen theoretisch beleuchtet. Das Spiel wird vor diesem Hintergrund als besonderer Möglichkeitsraum vorgestellt. In einer sequenziellen Interpretation videoethnografisch erhobenen Materials wird das Spielerische in Peer-Interaktionen exemplarisch analysiert. Dabei kann gezeigt werden, dass interaktiv eröffnete Spielräume einerseits situativ das Potential bieten, sich als Andere*r zu zeigen und andererseits ambivalent und brüchig erscheinen, weil ein spielerisch erzeugtes Selbst auf bestätigende Antworten angewiesen ist.

Schlagwörter: Anerkennung, Inklusion, Subjektivierung, Spiel, Behinderung

Bibliographie: Nitschmann, Hannah: Anerkennungsverhältnisse unter Peers – Möglichkeiten der Selbstbezugnahme spielerisch aushandeln, Diskurs Kindheits- und Jugendforschung, 2-2026, S. 201-213.

Artikel-Details

Erscheinungsdatum: Juni 2026
Open-Access-Lizenz: CC BY 4.0

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