Vulnerabilisierung des Kindes im schulischen Kontext von Inklusion

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Katharina Sufryd

Abstract

Der Beitrag diskutiert die Vulnerabilisierung des Kindes in der schulischen Verwaltung von Inklusion im schulgesetzlichen Rahmen sonderpädagogischer Förderung (AO-SF §13(1)) auf Basis ethnographischen Datenmaterials. Es wird argumentiert, dass durch das defizitorientierte Sprechen über die Entwicklung das Kind als besonders ‚vulnerabel‘ hervorgebracht wird, wodurch die Antragsstellung individueller sonderpädagogischer Förderung legitimiert werden kann. Dieses Ergebnis wird aus machtkritischer Perspektive unter Rückgriff auf Arbeiten erziehungswissenschaftlicher Kindheitsforschung und Perspektiven der Dis/Ability Studies beleuchtet. Methodologisch erfolgt die Orientierung an die diskursanalytische Ethnographie (Rabenstein et al., 2020) verbunden mit der konstruktivistischen Grounded Theory (Charmaz, 2006). Die ordnungsweisenden subjektivierenden Effekte für das Kind werden ableismuskritisch gedeutet und mit Blick auf die institutionelle Grenzziehung innerhalb schulischer Inklusionsprozesse reflektiert.

Schlagwörter: Schulische Inklusion, Vulnerabilität, Dis/Ability, Subjektivierung, Ethnographie

Bibliographie: Sufryd, Katharina: Vulnerabilisierung des Kindes im schulischen Kontext von Inklusion, Diskurs Kindheits- und Jugendforschung, 2-2026, S. 215-228.

Artikel-Details

Erscheinungsdatum: Juni 2026
Open-Access-Lizenz: CC BY 4.0

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