„Die Kita kümmert sich dann um alles weitere“: Professionell-organisationale Prägung von Kindheit als Folge sozialer Hilfen im Kontext von Behinderungen

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Daniela Molnar, Albrecht Rohrmann

Abstract

Der Beitrag untersucht, wie Kindheit und Familie im Kontext zugeschriebener elterlicher Behinderungen durch sozialstaatliche Hilfesysteme geformt werden. Anhand der Analyse von Dokumenten aus einer Jugendamtsakte wird rekonstruiert, wie die Zuschreibung elterlicher Behinderung die Problemdefinition dominiert und die Erziehungsfähigkeit der Eltern unter ständiger Beobachtung steht. Die Analyse zeigt, dass Fachkräfte in interorganisationalen Kooperationen Hilfen gestalten, während die Familie primär als Objekt der professionell-organisationalen Bearbeitung erscheint. Mit der Aufnahme in die Kindertagesstätte wird die Problemwahrnehmung unter der Perspektive Behinderung auf das Kind ausgeweitet. Kindheit erweist sich damit professionell-organisational formiert, mit dem Risiko, Exklusion eher zu verstärken als Teilhabe zu fördern.

Schlagwörter: Familien mit Eltern mit Behinderungen, Kategorisierungsarbeit, professionell-organisationale Formierung, Folgen sozialer Hilfen

Bibliographie: Molnar, Daniela/Rohrmann, Albrecht: „Die Kita kümmert sich dann um alles weitere“: Professionell-organisationale Prägung von Kindheit als Folge sozialer Hilfen im Kontext von Behinderungen, Diskurs Kindheits- und Jugendforschung, 2-2026, S. 229-244.

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Erscheinungsdatum: Juni 2026
Open-Access-Lizenz: CC BY 4.0

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