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Konfliktpartnerschaft – still alive. Veränderter Konfliktmodus in der verarbeitenden Industrie

Wolfgang Schroeder

Abstract


Zusammenfassung

Die deutschen industriellen Beziehungen haben sich in den letzten drei Jahrzehnten strukturell in drei Welten der Arbeitsbeziehungen segmentiert. Zugleich hat sich der Konfliktmodus in der ersten Welt, die durch die exportorientierte Industrie geprägt ist, stark modifiziert: Durch komplexe Systeme der feinjustierten Interessenverarbeitung ist der öffentlich wahrnehmbare Großkonflikt die Ausnahme geworden, dezentrale Konflikte sind dagegen der Regelfall. Mit Bezug auf das von Müller-Jentsch pointierte Konzept der Konfliktpartnerschaft wird die These vertreten, dass auch mit diesem veränderten Konfliktmodus weiterhin von einer Konfliktpartnerschaft, die ein spezifischer Modus der Sozialpartnerschaft ist, in der exportorientierten Industrie gesprochen werden könne.

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Conflict partnership – still alive. The changed conflict mode in the manufacturing industry

Abstract

Over the last three decades, the German industrial relations have segmented into three worlds of labour relations. At the same time the conflict mode in the first world, which is dominated by the export-oriented industry, has changed. Due to the complex system of adjusted knowledge processing, big, publicly observable conflicts are rather the exception whereas decentralised conflict solutions are the rule. According to Müller-Jentsch’s concept of conflict partnership it is argued here that despite the changed environment and conflict modes, the term conflict partnership is still an appropriate mode in the export-oriented economy.

Keywords: social partnership, conflict partnership, industrial relations, export-oriented economy (JEL: J51, J52, J53)


Literaturhinweise



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