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Der Beitrag der Neuen Sozialen Bewegungen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz – eine Fallstudie zur Transformation und Verstetigung von Protestkommunikation in (in-)formellen Netzwerken

Annett Schulze, Wolfgang Hien, Ernst von Kardorff

Abstract


Leseprobe

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Zusammenfassung

Der betriebliche Arbeits- und Gesundheitsschutz ist ein wichtiger Bestandteil gewerkschaftlichen Handelns und spielt bei den Aushandlungsprozessen um Arbeitsbedingungen durchaus eine Rolle. Nachhaltige Beschäftigungssicherung ist zudem ein Interesse, das rechtlich (bspw. im Kontext der Gefährdungsbeurteilungen) und politisch von Arbeitnehmer- wie von Arbeitgeberseite adressiert wird. Der vorliegende Beitrag stellt anhand einer Fallstudie zum Verein Arbeit und Gesundheit e.V. dar, inwiefern die Neuen Sozialen Bewegungen den Arbeits- und Gesundheitsschutz auf die Agenda von Gewerkschaften, aber auch von Interessenvertretungen und anderen betrieblichen Akteur_innen in arbeitsregulativen Prozessen setzten. Zentrales Anliegen ist es herauszuarbeiten, wie sich Protestkommunikation zu einer auf Dauer angelegten Kommunikation über den betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutz formieren und so die Position in den Auseinandersetzungen um Arbeitsbedingungen stärken konnte. Dafür war der Aufbau (in-)formeller Netzwerkstrukturen, eine juristische Absicherung des Akteursstatus, das Aneignen von Fachwissen und das Schaffen von Plausibilitätszonen, die für Gewerkschaften relevant wurden, eine zentrale Voraussetzung.

Schlagwörter: (In)formelle Netzwerke, Neue Soziale Bewegungen, Protestkommunikation, Arbeits- und Gesundheitsschutz

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New social movements and health and safety at work. A case study on the transformation and institutionalisation of protest communication in (in)formal networks

Abstract

Health and safety at work is increasingly at the centre of trade union actions and negotiations concerning employment conditions. Furthermore, sustainable job security is of political and legal interest that needs to be addressed by employers and employees alike. The following article, based on a case study of the Verein Arbeit and Gesundheit e.V., considers to what extent new social employment as well as health and safety movements are influencing union agendas, employee representative bodies as well as plant actors’ regulative procedures. A central consideration of this paper concerns how protest communication can be transformed into a lasting communication structure dealing with employment as well as health and safety issues able to make a strong contribution to disputes surrounding employment conditions. A precondition of this is the creation of informal and formal structures, legally securing actors’ status, the appropriation of professional expertise and the creation of plausibility zones relevant to trade unions.

Key words: (in)formal networks, new social movements, protest communication, health and safety at work (JEL: I 18, J 81, L 31)

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Bibliographie: Schulze, Annett/Hien, Wolfgang/von Kardorff, Ernst: Der Beitrag der Neuen Sozialen Bewegungen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz – eine Fallstudie zur Transformation und Verstetigung von Protestkommunikation in (in-)formellen Netzwerken, Industrielle Beziehungen, 2-2018, S. 252-274.
https://doi.org/10.3224/indbez.v25i2.07


Literaturhinweise



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