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Exploring the role of family ties on life satisfaction in later life in Europe

Aïda Solé-Auró, Clara Cortina

Abstract


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Abstract

We analyzed the relationship between family ties and the life satisfaction of people between the ages of 50 and 85 years in 13 European countries. We aim at determining the effects of partnership (being currently in a partnership) and parenthood (having remained childless). We use individual-level data from the sixth wave of the Survey of Health, Ageing and Retirement in Europe (SHARE). The analyses are restricted to respondents who are partnered or who have ever been married. We apply a multivariate analysis to examine the association of life satisfaction with family ties for men and for women. We add controls for age groups and education level, and we pay special attention to the role of individuals’ network size. Our findings indicate that in all countries, having no partner has the strongest and most negative association with life satisfaction. However, there was no clear association between not having children and life satisfaction across countries. We also find an important role of some protector variables, such as having a strong network which, in most countries, significantly increase one’s life satisfaction. We find that there is a relationship between individuals’ family situation and life satisfaction, but it is restricted to being in a partnership. The protection factor of having a partner improves one’s life satisfaction at older ages much more than protection by having children. This finding can reduce the concern about the long run implications of increasing childlessness among younger cohorts as it is not necessarily associated to a higher risk of low life satisfaction.

Key words: family ties, life satisfaction, Europe, old people

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Die Rolle familiärer Beziehungen für die Lebenszufriedenheit im Alter in Europa

Zusammenfassung

Wir analysieren den Zusammenhang von familiären Bindungen und der Lebenszufriedenheit von Menschen im Alter von 50 bis 85 Jahren in 13 europäischen Ländern. Ziel ist die Erforschung der Auswirkung von Partnerschaft (derzeit in einer Partnerschaft) und Elternschaft (kinderlos geblieben). Wir verwenden Daten auf individueller Ebene aus der sechsten Welle des Survey of Health, Ageing and Retirement in Europe (SHARE). Die Analysen sind auf Befragte beschränkt, die in einer Partnerschaft leben oder schon einmal verheiratet waren. Wir verwenden eine multivariate Analyse, um den Zusammenhang zwischen Lebenszufriedenheit und familiären Bindungen für Männer und Frauen zu untersuchen. Wir fügen Kontrollvariablen für Altersgruppen und Bildungsgrad hinzu, und wir sind besonders an der Rolle, die die Größe des Netzwerkes spielt, interessiert. Unsere Ergebnisse zeigen, dass Partnerlosigkeit in allen Ländern einen starken negativen Zusammenhang zur Lebenszufriedenheit aufweist. Zwischen Kinderlosigkeit und Lebenszufriedenheit gibt es dagegen im Ländervergleich keinen eindeutigen Zusammenhang. Man kann erkennen, dass auch einige protektive Merkmale, wie z.B. ein starkes Netzwerk, in den meisten Ländern eine wichtige Rolle für die Erhöhung der Lebenszufriedenheit spielen. Wir stellen fest, dass es einen Zusammenhang gibt zwischen der individuellen familiären Situation und der Lebenszufriedenheit, der sich jedoch weitgehend auf das Leben in einer Partnerschaft beschränkt. Der Schutzfaktor Partnerschaft steigert die Lebenszufriedenheit im hohen Lebensalter deutlich mehr als der Schutz durch das Vorhandensein von Kindern. Diese Erkenntnis kann die Sorge um die langfristigen Auswirkungen der zunehmenden Kinderlosigkeit in jüngeren Kohorten verringern, da diese nicht unbedingt mit einem höheren Risiko einer geringen Lebenszufriedenheit verbunden ist.

Schlagwörter: Alter, Lebenszufriedenheit, Partnerschaft, Kinderlosigkeit, Netzwerk, SHARE


Literaturhinweise



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