Industrielle Beziehungen. Zeitschrift für Arbeit, Organisation und Management

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Call for Papers

ISSN: 0943-2779 | ISSN Online: 1862-0035
Jahrgang: 24. Jahrgang 2017
Erscheinungsweise: 4 x jährlich | Feb. - Mai - Aug. - Nov.
Umfang: ca. 100 Seiten | Sprache: Deutsch

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Aktuell: Ausgabe 1-2017 erscheint im April 2017


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Industrielle Beziehungen sind jene Netzwerke, Institutionen und Systeme, in die die verschiedenen AkteurInnen der Arbeitswelt eingebunden sind und mit denen sie ihre wirtschaftlichen Austauschverhältnisse und sozialen Konfliktbeziehungen faktisch gestalten und normativ regeln.

Es reicht heute nicht mehr aus, diese AkteurInnen mit dem traditionellen dichotomischen Modell von Kapital und Arbeit zu beschreiben; ihre mannigfache Ausdifferenzierung in Rollen, Koalitionen und Organisationen sowie ihre zunehmende Interdependenz machen komplexere Analysekonzepte erforderlich.

In angelsächsischen Ländern konnten sich Industrial Relations schon früh als eigenständiges Wissenschafts- und Praxisgebiet etablieren. Im deutschen Sprachraum fand dieses Feld nur bei einem kleinen Kreis von Fachleuten aus unterschiedlichen Disziplinen Aufmerksamkeit, obwohl die deutsche institutionelle Lösung des industriellen Konflikts wegen seines Erfolgs in vielen Ländern mit großem Interesse studiert wurde.

In jüngster Zeit werden den industriellen Beziehungen auch in Deutschland größere Aufmerksamkeit gewidmet. Es sind vor allem die organisatorischen und technischen Umwälzungen in der Arbeitswelt und die politischen Veränderungen in Europa, die WissenschaftlerInnen und PraktikerInnen vor neue Herausforderungen stellen. Die europäische Einigung provoziert den Vergleich der historisch herausgebildeten nationalen Systeme industrieller Beziehungen und wirft die Frage auf nach ihrer Leistungsfähigkeit für die Konflikt- und Problemverarbeitung in einer dynamischen, vom globalen Wettbewerb bestimmten Wirtschaft. Industrielle Beziehungen werden nunmehr auch als zentrale Aufgabe des Managements gesehen. Der Untertitel – Arbeit, Organisation und Management – trägt diesen Veränderungen Rechnung.

Die Zeitschrift will den genannten Wandel zum Thema machen und bietet allen an den industriellen Beziehungen Interessierten ein aktuelles Forum der Analyse und Diskussion.

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Geplante Schwerpunkthefte:
2-2017: Industrielle Beziehungen und Gender
Herausgeberinnen: Ingrid Artus und Britta Rehder
4-2017: Arbeitsbeziehungen des öffentlichen Sektors: Kontinuität, Wandel und Krise
GastherausgeberInnen: Andrea Müller und Werner Schmidt
2-2018: Soziale Bewegungen und industrielle Beziehungen | Call for Papers
Herausgeberinnen: Sabrina Zajak und Britta Rehder

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